Vererben zugunsten behinderter Menschen

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. ( BVKM) hat seinen bewährten Rechtsratgeber „Vererben zugunsten behinderter Menschen“ erneut aktualisiert. Ausführlich wird in der Broschüre erläutert, welche erb- und sozialhilferechtlichen Aspekte bei der Gestaltung eines sogenannten Behindertentestaments zu beachten sind. 

Die Broschüre steht im Internet unter www.bvkm.de in der Rubrik „Recht & Ratgeber“ kostenlos als Download zur Verfügung. Die gedruckte Version des Ratgebers kann für 1 Euro bestellt werden: bvkm, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf, versand@bvkm.de, Tel.: 0211/64004-15. 

Task Force „Notfall Kinderintensivpflege“ 

Jun.17,2018  

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis AHF und dem Kindernetzwerk hat der BVHK eine Task Force „Notfall Kinderintensivpflege“ gegründet und einen Brandbrief unter anderem an die Bundesregierung und Gesundheitsminister Jens Spahn geschickt. Darin geht es um den Pflegenotstand, der auch viele Kinderintensivstationen betrifft und zu zum Teil dramatischen Situationen in der Kinderherzchirurgie führt.  

Der gemeinsame Appell enthält eine Reihe von Maßnahmen zur Gewinnung von Kinderkrankenpflegekräften, z.B. Erhalt und Erweiterung von Krankenpflegeschulen sowie Wiedergewinnung bereits qualifizierter Pflegekräfte. Details dazu im Brandbrief Notfall Kinderintensivpflege. 

Die Task Force plant weitere Kampagnen, um das Problem mittel- bzw. langfristig zu lindern. Parallel dazu dauern auf Initiative des BVHK die Beratungen im Gemeinsamen Bundesausschuss an, um dort z.B. zu erreichen, dass auch ein kleiner Anteil von Erwachsenenpflegekräften mit entsprechender Zusatzqualifikation auf der Kinderherzintensivstation eingesetzt werden darf.  

Wer Interesse hat, kann sich der Task Force „Notfall Kinderintensivpflege“ anschließen. 

Interessenten wenden sich bitte an Elisabeth Sticker (e.sticker@bvhk.de)

https://www.bvhk.de/mangel-an-pflegepersonal_brandbrief/ und https://www.facebook.com/herzkranke.kinder 

 

Schüleraustausch auch mit Handicap

Auslandserfahrungen sind bei jungen Menschen begehrt – ob Schüleraustausch weltweit, High School in den USA, Internat in Kanada, Gap Year nach der Schulzeit, Freiwilligendienst in Thailand, Sprachkurse in England oder Work and Travel in Neuseeland. Das gilt auch für Jugendliche mit Handicap. Eine aktuelle Marktanalyse der Deutschen Stiftung Völkerverständigung bei seriösen Austausch-Organisationen in Deutschland ergab: „Für die meisten Programme gibt es gute Chancen, mit Hilfe der Spezialisten in den Austausch-Organisationen zum Ziel zu kommen. Die Familien sollten sich rechtzeitig an die Organisationen wenden.“ (www.schueleraustausch-portal.de/blog/).

Die folgenden Austausch-Organisationen stehen als erfahrene Ansprechpartner für Jugendliche mit Handicap zur Verfügung:

  • Barnes Educational Services,
  • MAP MUNICH ACADEMIC PROGRAM GMBH,
  • Praktikawelten GmbH,
  • Southern Cross – DFSR GmbH,
  • Stepin GmbH,
  • TREFF-Sprachreisen GmbH,
  • VDA Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V.

Unabhängige Beratung beim Elternverein

Der Kölner Elternverein mittendrin e.V. berät und unterstützt seit Jahren Kinder mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, eine allgemeine Schule zu besuchen und dort Barrieren für eine gute Schulzeit zu überwinden.

Seit März dieses Jahres hat der Verein sein Beratungsangebot ausgeweitet. Die mittendrin-Beratungsstelle ist seitdem vom Bundesministerium für Arbeit als “ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstelle (EUTB)” anerkannt und finanziert.

Es wurden weitere Berater (alle mit eigener Behinderung) eingestellt. Hilfe und Beratung gibt es dort jetzt auch, über Schulangelegenheiten hinaus, bei anderen Fragen oder Schwierigkeiten mit Ämtern und (Kranken-)Kassen: von der einfachen Auskunft bis hin zum Ausfüllen von Anträgen und zu Verhandlungen über Leistungen.

Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung haben ein Recht auf Teilhabe in allen Lebensangelegenheiten. Die EUTB-Beratungsstellen helfen den Betroffenen, dieses Recht auch einzulösen. Sie beraten im Sinne der Ratsuchenden. Sie sind dabei unabhängig von Ämtern, von Kassen und auch von den Leistungserbringern.

Kontakt:
Luxemburger Straße 189-191 (direkt neben dem Ladenlokal des mittendrin e.V.)
50939 Köln
Tel. 0221 – 29 43 84 98
Email: beratung@mittendrin-koeln.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 12 bis 16 Uhr
Freitag von 11 bis 14 Uhr
und nach Absprache!